CSD 2026 in Hannover
Am Samstag, dem 23. Mai, und Sonntag, dem 24. Mai 2026 fand der diesjährige CSD in Hannover statt.

Für die Piraten aus Niedersachsen habe ich dazu bereits einen Blogbeitrag geschrieben.
Persönlich hatte ich zwei tolle Tagen mit ganz vielen verrückten Leuten, und das meine ich absolut postiv! Menschen in Kostümen, Menschen mit Schildern, junge Menschen, alte Menschen, Menschen mit und ohne Kinder – ein bunter Haufen, der zusammen nur eines im Sinne hatte: zu sein wie er/sie/es ist.
Auch die Stände waren sehr unterschiedlich: die SPD neben den Jungen Liberalen, Die Linke neben den Piraten, die Junge Linke Rücken an Rücken mit den 'Democrats Abroad Germany'. Gegenüber die Grünen mit ihrer Jugendorganisation, daneben 'Die Partei'. Und selbst die 'Lesben und Schwulen in der Union' gaben sich die Ehre – wenn auch nur am Sonntag.
So etwas nenne ich einen »wilden Haufen« von ganz links bis weit nach rechts … mit Ausnahme der Partei, die eine Alternative für gar nichts ist.

Im Gegensatz zum vergangenen Jahr, an dem am frühen Morgen des 2. Tages ein heftiger Sturm unseren Stand verwüstete, so dass wir auf einem Wiederaufbau verzichteten, gab es in diesem Jahr brütende Hitze – zwei volle Tage lang.
Ich persönlich verstehe nicht, wie man sich bei so einem strahlenden Sonnen-Wetter auf eine Bank ohne Schatten setzen und dabei auch noch alkoholische Getränke zu sich nehmen kann, aber etlichen Personen scheint so etwas nichts auszumachen …
Allein am 2. Tag habe ich etwa 2½ Liter Wasser (neben anderen Flüssigkeiten) vor Ort meinem Körper zugeführt und hatte dennoch das Gefühl immer noch nicht ausreichend hydriert zu sein.
Ich kann mich nicht daran erinnern, in der Vergangenheit solche heißen Tage Ende Mai erlebt zu haben – aber vielleicht trügt mich meine Erinnerung einfach nur? Die Temperaturen erinnern mich eher an den Hoch-Sommer als an das Ende des Frühlings. Offensichtlich weitere negative Anzeichen, dass wir in eine Klimakatastrophe mit großen Schritten zusteuern!
Aber reichen ein, zwei oder sogar drei Tage, um das Bewußtsein für Menschen zu schaffen, die so sein wollen, wie sie nun mal sind? Vermutlich nicht – aber je mehr von diesen Veranstaltungen deutschlandweit stattfinden, desto größer wird die Akzeptanz. Je mehr jungen Menschen dort feststellen können, dass sie nicht allein sind, dass es viele gibt, die nicht einer scheinbaren Norm entsprechen, umso selbstbewusster werden diese Menschen hoffentlich auch in ihrem Alltag ihr "ich sein" ausleben können.
Mich erinnern die beiden Regenbogen-Überquerungen am Hauptausgang des Hauptbahnhofs Hannover an die Vielfalt der Menschen:
